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Sturzbetrunkene Vorbilder! 

Christen dürfen gern einmal sturzbetrunken erscheinen, besonders zu Pfingsten.

Gerade da sollen wir Christen unseren Vorbildern nacheifern – den Frauen und Männern, die mit Jesus zogen und seine Sache in die Welt trugen.

Und die erschienen sturzbetrunken, als sie ihr erstes Pfingstfest feierten. Manche, die sie da sahen, hatten ihren Spott: „Sie sind voll von süßem Wein“ – und das morgens um neun Uhr.

Nun waren sie nicht vom Wein betrunken. Was in ihnen wirkte, war der Heilige Geist, die Kraft Gottes. Die trieb sie auf die Straße und ließ sie allen erzählen, wie Gott ihr Leben verwandelt hatte.

Vielleicht ist es so, dass Menschen, die Gott begeistert, ein wenig wie freundlich-fröhliche Betrunkene erscheinen. Das, was sie im Innersten bewegt, müssen sie jedem mit großer Ernsthaftigkeit erzählen. Sie lassen nicht locker, bis der andere ihre Begeisterung teilt.

Ich fühle mich wie betrunken, wenn der Geist Gottes mich erfüllt: Ich bin nicht mehr ganz bei mir und erkenne doch alles ganz klar. Ich vertraue rückhaltlos, dass er die Welt zusammenhält und mich in meinem Leben trägt.

Leider kann ich diesen Augenblick nicht festhalten. Der Kater folgt bestimmt, nach dem Rausch erscheint mir mein Leben wieder unsicher und die Welt verloren. Von Gott und seinem Geist keine Spur mehr, weder in mir noch in der Welt.

Aber – Gott sei Dank – es gibt ja das Pfingstfest: Gott hat damals Menschen, die sich vorher verkatert und unsicher eingeschlossen hatten, so sehr begeistert, dass sie andere ansteckten und mitrissen.

So Gott will und wir wollen, werden wir diese Begeisterung immer wieder in unserem Leben spüren. Auch zu Pfingsten.

Ihr Pastor Philipp Busch